
Die Neurologische Akutklinik ist eine spezialisierte Klinik für die Diagnostik und Behandlung aller Erkrankungen auf nervenärztlichem Gebiet. Dies umfasst neurologische Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarkes, der peripheren Nerven, der Muskeln und Erkrankungen im Grenzgebiet zu anderen medizinischen Fächern, wie z.B. der Psychiatrie, Orthopädie und Inneren Medizin.
Die neuroradiologische/radiologische Diagnostik erfolgt innerhalb der Klinik in dem Radiologischen Institut Dr. Mariß/Dr. Aref. Die Untersuchungsräume liegen alle auf Stationsebene und sind innerhalb 1 Minute zu erreichen. Hervorzuheben sind die schnellen Untersuchungstermine, die eine rasche Diagnosestellung ermöglichen.
Bei der Angiografie werden die Blutgefäße mittels Kontrastmittel sichtbar gemacht. Angiografische Untersuchungen in der Neuroradiologie beschränken sich meist auf hirn- und rückenmarkversorgende Gefäße, die von der Leistenarterie aus mit einem etwa 1,5 mm dicken Katheter einzeln aufgesucht werden. Das gezielte Sondieren, auch kleiner Gefäße, setzt die Sichtkontrolle mit Röntgendurchleuchtung voraus.
CT- und MR-Angiographie
Durch diese neuen und modernen Methoden können die Blutgefäße des Gehirns nicht-invasiv (dass heißt für den Patienten sehr schonend ) dargestellt werden. Diese Untersuchungen spielen eine ganz besondere Bedeutung in der Behandlung von Schlaganfällen.
Bei der Computertomografie wird der Körper des Patienten Schicht für Schicht (Schnittbildverfahren) mit Röntgenstrahlen abgetastet, wobei mit Hilfe eines Computers jeweils ein Bild entsteht. Der Patient liegt bei der Untersuchung auf einem speziellen Tisch und wird auf diesem durch eine Öffnung bis zur Körperstelle, die untersucht werden soll, ins CT-Gerät hineingeschoben. Von diesem Bereich aus werden zahlreiche Querschnitte von einigen Millimetern Dicke gemacht, bis die zu untersuchende Körperregion abgetastet ist. Ein Computertomogramm besteht somit praktisch immer aus einer Vielzahl von Schichtbildern. Vorteil der Computertomografie gegenüber gewöhnlichen Röntgenuntersuchungen ist die überlagerungsfreie Darstellung kleiner Strukturen unter 1 mm Durchmesser, die durch Kontrastmittelinjektion noch zusätzlich verstärkt werden kann. So besteht die Möglichkeit, Weichteilstrukturen von Gehirn, Rückenmark, Nerven, Muskulatur sowie Gefäße und andere Organe direkt sichtbar zu machen.
Mit der Magnetresonanztomografie (Kernspintomografie) lassen sich minimalste Abweichungen vom normalen Gewebe erfassen. Im Gegensatz zum Ultraschall oder zur Computertomografie wird bei der MRT die Information durch Anregung bestimmter Atome (Wasserstoffkerne = Protonen) mit Radiowellen ermittelt. Die Dichteverteilung dieser Kerne im Gewebe sowie ihre Bindung an andere Atome beeinflussen die Signale, die aus dem Körper empfangen und im Computer in Bilder umgewandelt werden. Eine Röntgenstrahlenbelastung tritt dabei nicht auf. Der Patient liegt bei der Untersuchung auf einem beweglichen Tisch, der durch eine Öffnung in einen großen und sehr starken Magneten hineingeschoben wird. Durch Anregungspulse, die der Patient als Klopfgeräusche wahrnimmt, werden Aufnahmen der Untersuchungsregion in frei wählbaren Körperebenen angefertigt. Die MRT erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers in beliebiger Richtung mit Hilfe der magnetischen Kernresonanz. Sie erlaubt es Gewebeveränderungen und funktionelle Störungen von Organen zu erkennen. Das MRT wird im Rahmen der neurologischen Diagnostik vor allem für Untersuchungen des Gehirns, des Gesichts, der Augen, der Wirbelsäule und des Rückenmarks sowie der Gefäße (Arterien und Venen) eingesetzt. Sie gestattet es, krankhafte Veränderungen der Weichteile besser zu erkennen.
Mit Einführung moderner computerisierter Schnittbildverfahren (Computertomografie, Kernspintomografie) haben klassische Röntgenuntersuchungen an Bedeutung verloren. Wir setzen sie primär zur Beurteilung von Lungen- und Knochenerkrankungen ein.
Mit nuklearmedizinischen Methoden können Störungen des Gehirnstoffwechsels und der Gehirndurchblutung (PET, SPECT) aber auch Durchblutungsstörungen der Lunge (Lungenper-fusionszintigramm) untersucht werden. Diese Leistungen werden im Nuklearmedizinischen Institut Dres. Graul/Gerke in Bad Wildungen erbracht.
Neueste Ultraschallgeräte stehen zur Verfügung, um schnell und risikoarm mit Ultraschalltechnik die Organe des Bauchraumes auf krankhafte Veränderungen zu untersuchen.
www.radiologie-nordhessen.de
Die Neurosonographie mit Ultraschall-Darstellung der hirnversorgenden Arterien am Hals und im Kopf ist ein wesentlicher Bestandteil der neurologischen Gefäßdiagnostik. Mit hochfrequenten Schallwellen, die den Körper durchdringen, werden Bilder von Blutgefäßen aufgenommen. Man unterscheidet dabei die Dopplersonographie, die Blutflussgeschwindigkeiten darstellt und die B-Bild Sonographie, die direkt Wandverdickungen und Wandverkalkungen, so genannte Plaques, darstellen kann. Beide Verfahren ergänzen sich, die Kombination in einem Gerät ist die Duplexsonographie. Wird der Blutfluss in Farbe dargestellt spricht man Farbduplexsonograhie. Die Gefäßultraschalluntersuchung ist ein wesentlicher Bestandteil der Schlaganfalldiagnostik und ist wichtig in der Vorbeugung von Durchblutungsstörungen des Gehirns.
Neurophysiologie:
Aufgabe der Neurophysiologie ist es, mit Hilfe bestimmter Meßmethoden Schädigungen im Bereich des zentralen und peripheren Nervensystems zu untersuchen. Bei diesen Untersuchungen werden unter anderem verschiedene Reize (akustische, elektrische und elektromagnetische Stimuli) gesetzt, um damit eine Reaktion in den zu untersuchenden Gehirnarealen, Nerven- oder Muskelbereichen zu bewirken und zu messen.
Mittels am Kopf angebrachter Elektroden wird die elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet und dann vom Arzt am Computer ausgewertet.
Diagnostik epileptischer Erregungssteigerungen und nicht-epileptischer Anfälle, Diagnostik von Bewusstseinsstörungen. Nachweis lokaler oder allgemeiner Hirnfunktionsstörungen aufgrund verschiedenster neurologischer und internistischer Erkrankungen. (EEG normal, EEG mit Provokation, EEG mit Fotostimulation, EEG nach Schlafentzug, Langzeit-EEG).
Neurophysiologie:
Aufgabe der Neurophysiologie ist es, mit Hilfe bestimmter Meßmethoden Schädigungen im Bereich des zentralen und peripheren Nervensystems zu untersuchen. Bei diesen Untersuchungen werden unter anderem verschiedene Reize (akustische, elektrische und elektromagnetische Stimuli) gesetzt, um damit eine Reaktion in den zu untersuchenden Gehirnarealen, Nerven- oder Muskelbereichen zu bewirken und zu messen.
Elektroneurographie
Bei der motorischen und sensiblen Neurographie handelt es sich um Messungen von Nervenleitgeschwindigkeiten im Bereich des peripheren Nervensystems, also vorwiegend von Nervenbahnen im Bereich der Arme und Beine sowie des Gesichtes.
Elektromyographie
Bei der Elektromyographie werden einzelne Muskeln mit feinen Nadeln angestochen und die normale und krankhafte Aktivität der Muskelfasern gemessen.
Neurophysiologie:
Aufgabe der Neurophysiologie ist es, mit Hilfe bestimmter Meßmethoden Schädigungen im Bereich des zentralen und peripheren Nervensystems zu untersuchen. Bei diesen Untersuchungen werden unter anderem verschiedene Reize (akustische, elektrische und elektromagnetische Stimuli) gesetzt, um damit eine Reaktion in den zu untersuchenden Gehirnarealen, Nerven- oder Muskelbereichen zu bewirken und zu messen.
Die Messung mittels evozierter Potentiale testet verschiedene Funktionen der Signalübertragung von bestimmten Reizen (visuelle, akustische, sensorische) in die entsprechenden Gehirnareale. Auch kann umgekehrt eine Stimulation der motorischen Gehirnrinde durchgeführt werden und die Reaktion der Muskulatur registriert werden. Je nach Reizart heißen diese Untersuchungen akustisch evozierte Potentiale (AEP), visuell evozierte Potentiale (VEP), somatosensorisch evozierte Potentiale (SEP) oder motorisch evozierte Potentiale (MEP).
Diagnostikbereich Innere Medizin an der Neurologischen Akutklinik
Die Diagnostik begleitender internistischer Erkrankungen erfolgt durch einen Facharzt für Innere Medizin:
EKG (Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-Echokardiogramm), Langzeit-RR-Messung, Schellong-Test, Echo-Cardiographie, Karotis-Druckversuch, Lungenfunktionstest, Schlaf-Apnoe-Monitoring, Spirometrie.
Sämtliche, auch sehr spezielle Laborleistungen können durch das Kliniklabor im Verbund mit dem Zentrallabor und externen Speziallabors (z.B. PCR-Techniken) erbracht werden.
Liquordiagnostik:
Die Untersuchung des Liquor cerebrospinalis (Gehirn- und Rückenmarkswasser) dient dem Nachweis bzw. Ausschluss von Blutungen, Entzündungen und Tumoren im Bereich des Gehirns und seiner Hüllen, des Rückmarks und der Nervenwurzeln. Das Gehirn- und Rückenmarkswasser wird durch eine Lumbalpunktion (LP) mit Entnahme einer kleinen Menge der Flüssigkeit im Lendenwirbelsäulenbereich gewonnen.
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Aktualisiert am 07.03.2008